Jahr der Minen 2015

2015 ist das Jahr der Minen. Das ehemalige Bergbaugebiet der Niederlande organisiert ein Themenjahr über seine Geschichte mit einer breiten Palette an Aktivitäten und einem langfristigen Programm für Einwohner und Besucher.

Zusammenfassung für Partner in Belgien und Deutschland.

Fünfzig Jahre nach Ankündigung der niederländischen Regierung, den Kohlebergbau im niederländischen Limburg einzustellen, ist es an der Zeit, ein Resümee zu ziehen. Wie haben sich die Bergbaujahre und die Jahre nach der Schließung auf das heutige Leben ausgewirkt? Und wie hilft das Bergbauerbe dabei, aktuelle Probleme zu lösen?

Das Thema des Bergwerksjahrs (M2015) ist die Gegenwart in Form der heutigen Identität und zukünftiger Vorhaben im ehemaligen Bergbaugebiet. Anhand eines Rückblicks zeigt M2015, wie mächtig der Einfluss der Bergbauvergangenheit auf die Region war und wie wichtig diese Geschichte für zukünftige Entwicklungen sein wird.

Der niederländische Bergbau teilt seine industrielle Vergangenheit mit der Region Aachen, Genk und Lüttich. Die Ländergrenzen der Euregio verlaufen ganz in der Nähe der ehemaligen Bergbaugebiete auf beiden Seiten der Grenze. Zugleich hat jedes Abbaugebiet in der europäischen Maas-Rhein-Region seine eigene Bergbaugeschichte und Nachgeschichte, denn die Geschichten der jeweiligen Kulturen und Gemeinschaften unterscheiden sich voneinander.

M2015 schafft Raum für einen Vergleich der Bergbaugeschichte in den einzelnen Regionen. Es werden Möglichkeiten für eine grenzübergreifende und internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Stadtentwicklung, gesellschaftliche Übergänge und Kultur geboten. Darüber hinaus ist das ehemalige Bergbaugebiet ein Schmelztiegel verschiedener europäischer Identitäten und Nationalitäten, der Ende des 19. Jahrhunderts rasch entstand: Europa im Kleinen.

Es ist sehr wichtig die Geschichte des Bergbaugebiets für die Zukunft festzuhalten, damit die jüngeren Generationen die Geschichte fühlbar erleben können. Daher steht M2015 auf zwei Säulen:

  1. Aktivitäten, die die Geschichte des Bergbaugebiets anhand der drei Linien Kultur, Wirtschaft und Sport veranschaulichen und erlebbar machen sollen. Durch stimmig koordinierte, abwechslungsreiche Aktivitäten stehen „die Bergbauminen“ ein Jahr lang auf der Agenda.
  2. Die Verankerung der Geschichte, zum Beispiel durch die Umsetzung eines neuen niederländischen Bergbaumuseums, und die Förderung einer breiten und öffentlichen Grundlage.

Beide Ansätze ergänzen einander und können nur als Gesamtheit bestehen.

M2015 ist für alle da. Für Menschen, die eine persönliche Verbindung mit dem Bergbau haben, aber auch für Besucher aus anderen Teilen des Landes oder der Euregio. Besondere Aufmerksamkeit gilt den ehemaligen Bergleuten und den „Enkeln“ des Bergbaugebiets, sowie den Schülern. Durch den beabsichtigten Lehransatz für Schüler soll Geschichtsbewusstsein gefördert und Unternehmertum vermittelt werden. Dieser Lehransatz unterstützt junge Unternehmer dabei, eine Verbindung zu ihrer direkten Umgebung und Herkunft aufzubauen, und ermöglicht es benachteiligten Jugendlichen, ihre Chancen zu nutzen.

Drei Themen dienen als inhaltliche Richtlinie für die Aktivitäten von M2015. Sie umfassen aus Sicht der Gegenwart alle Aspekte der Geschichte des Bergbaugebietes:

  • „Kohle und Wissen“ stellt die Stärke des Bergbaugebietes dar;
  • „Vielzahl an Gemeinschaften“ wirft ein Licht auf die einzigartige soziale Struktur der Region;
  • „Übergang als Tradition“ thematisiert den Erneuerungsdrang und den progressiven Blick der Region.

Zwei Themen verlaufen wie rote Fäden durch das Aktivitätenprogramm: drei Veranstaltungen mit eigenem Charakter im Lauf des Jahres sowie eine langfristige Veranstaltungsreihe zu einzelnen Stadtteilen. Begleitet werden diese Hauptthemen von Zusatzprogramm.

M2015 ist auf große Begeisterung gestoßen. Dutzende Organisationen und Gruppen haben bereits die Initiative ergriffen oder M2015 in ihr Programm integriert. Die Beteiligung aus der Gesellschaft ist groß.

M2015 ist eine Initiative der Gemeinde Heerlen. Das Projekt soll in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem ehemaligen Bergbaugebiet im niederländischen Limburg und in der Euregio realisiert werden. Die Verantwortung für die Umsetzung von M2015 trägt eine Stiftung. Für das Projekt wurde ein Budget in Höhe von 6.000.000,- € veranschlagt.